Anti-Doping-Forum 2007 in Baden-Baden

Auf großes Interesse ist das Internationale Anti-Doping-Forum vom 30.11.-01.12.2007 des Landessportverbandes Baden-Württemberg (LSV BW) gestoßen. Für die Veranstaltung im Kongresshaus Baden-Baden hatten sich über 250 Teilnehmer aus verschiedenen Europäischen Ländern angemeldet. Vertreter des Instituts für Deutsches und Internationales Sportrecht (IDIS) war Herr Christoph Knuhr (Wiss. Mitarbeiter). Hierzu kurz sein Bericht:
Die Teilnehmer konnten am ersten Tag rund 20 Vorträge verfolgen und am zweiten in Arbeitsgruppen selbst Ansätze für den Kampf gegen das Doping entwickeln.

Mit diesem Forum wollte der LSV einen Schritt in Richtung Dopingprävention wagen: „Im Mittelpunkt stehen die Bekämpfung des Dopings im Sport sowie die Entwicklung von Konzepten zur Dopingprävention. Das Ziel des Forums ist es, die Betroffenen zu schulen und mit Ihnen gemeinsame Wege zu erarbeiten, wie sie mit den teils komplizierten Regeln umgehen können“, sagte der LSV-Anti-Doping-Beauftragte, Dr. Heiko Striegel.

Das hervorragende Programm mit 14 Referenten aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz, darunter Dr. Christoph Niessen, Chef der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) und Radsportinsider Dr. Christoph Brissonau von der Universität Paris-X-Nanterre, sollte am ersten Tag des Forums einen herausragenden Überblick über die Doping-Problematik verschaffen.

Das Anti-Doping-Forum endete mit verschiedenen Workshops für Trainer, Anti-Doping-Beauftragte, Funktionäre und Pädagoge. Dabei wurde, speziell in dem Workshop für Funktionäre deutlich, dass ein erheblicher Regelungs- und damit einhergehender Beratungsbedarf bei den Verbänden und einzelnen Sportvereinen hinsichtlich der Umsetzung der Dopingbestimmungen (WADA bzw. NADA Code) besteht.

Man kam am Ende der Veranstaltung zum Ergebnis, dass „Doping uncool sein muss“ und dass „intelligente Doping-Kontrollen“ unter allen Umständen gewährleistet werden müssen damit der Sport in Zukunft seine Glaubwürdigkeit nicht noch weiter verliert bzw. diese wiedergewinnt.

Christoph Knuhr

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