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Wie geht es mit dem Leipziger Fußball in den nächsten Jahren weiter?
Im überfüllten Studio 3 von Leipzig Fernsehen am Listplatz diskutierten am 3. Februar Sachsen-Präsident Winfried Lonzen, Lok-Vorsitzender Steffen Kubald, Präsident des SFV Klaus Reichenbach und Oliver Krause, Teammanager des VfK Blau-Weiß Leipzig zum Thema „Leipzig und die fehlende Bundesliga – eine unendliche Geschichte“. Die Podiumsdiskussion, welche von der Friedrich-Ebert-Stiftung veranstaltet wurde, hat der Ex-Bürgermeister Holger Tschense moderiertet.
Für das Institut für Deutsches und Internationales Sportrecht war Ronny Kauerhof vor Ort, um das Voranschreiten gewaltpräventiver Maßnahmen in Verbänden und Vereinen sowie die Einschätzung der Beteiligten zur die allgemeine Lage hinsichtlich des Phänomens Gewalt zu erfragen. Zu diesem Thema waren sich alle Podiumsteilnehmer einig. Eine Schlägerkultur verhindere das Engagement der Wirtschaft und das Anwachsen der Zuschauerzahlen.
Die Sichtweise der Wirtschaft machte Hartmut Bunsen, Präsident des Sächsischen Unternehmerverbandes, deutlich, indem er sich für eine Fusionierung der beiden Vereine aussprach. Doch weder diese noch die Lösung einer dritten Kraft, für die der Präsident des VfK Blau-Weiß Leipzig eintritt, könne derzeit die sportlichen Probleme des Leipziger Fußballs in den Griff bekommen, so Steffen Kubald. Auch Bunsen und Lonzen sehen in der Regionalliga das momentane Maximum, auch wenn sich Lokomotive Leipzig das Erreichen der 1. Bundesliga für die nächsten zehn Jahre vorgenommen hat.
Als weiteres Problem wurde die Bindung des Nachwuchses an die Vereine von Klaus Reichenbach (SFV) erkannt. Hier werde vom DFB die hervorragende Arbeit der Vereine nicht genug honoriert und der Amateurfußball weiter ins Abseits gerückt.
Auch die Darstellung Leipzigs als Sportstadt habe in den letzten Jahren mehr und mehr unter einer dominanten Kulturpolitik gelitten, so die einhellige Meinung. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde das Ziel ausgegeben, die Vertreter der Stadt wieder verstärkt an den Fußball zu binden. Inwieweit dies unter den gegebenen Umständen tatsächlich möglich ist, steht aber noch in den Sternen.